Mitesser - bekämpfen und vorbeugen

Mitesser - bekämpfen und vorbeugen

Mitesser, auch Komedonen genannt, sind erweiterte Haarfollikel, die mit Talg, Hornsubstanz (Keratin) und oft auch mit Bakterien gefüllt sind. Das lateinische Wort  comedonis bedeutet so viel wie "Fresser, Schlemmer". 

Wenn Du einen Mitesser entdeckt hast, hast Du sicherlich oft den Impuls, diesen so schnell wie möglich zu entfernen. Aber Vorsicht: Keinesfalls solltest Du ohne Vorbereitung selbst an einem Mitesser herumdrücken – schon gar nicht an einem entzündeten.

Der Selbstversuch, "einfach so" einen Mitesser zu entfernen, lässt Deine Haut meist noch viel schlimmer aussehen: Mit etwas Pech gelangt der im Mitesser befindliche Hauttalg beim Drücken nicht nach außen, sondern wird in die Umgebung der Haut geschoben. Der Organismus bekämpft den Pfropf, wenn er außerhalb einer Drüse liegt, wie einen Fremdkörper. Die Folge: Unschöne Entzündungen, die Narben oder eine Braunfärbung der Haut nach sich ziehen können. Überlasse das Entfernen also lieber einem Profi!

Wir können Deine Mitesser mit einer Tiefenreinigung schonend entfernen. Vor der Behandlung bedampfen wir Deine Haut, um sie aufzuweichen. Anschließend können wir Mitesser mittels Ultraschall öffnen und sanft entfernen. 

Wenn Du zu fettiger oder unreiner Haut neigst, kannst Du Mitesser (Komedonen) mit verschiedenen Mitteln vorbeugen. Einen 100-prozentigen Schutz vor Mitessern gibt es allerdings nicht.

Das kannst Du tun, um Mitesser abzuwehren:

  • Setze auf eine schonende Gesichtsreinigung – am besten zweimal täglich. Verwende dabei ein mildes Reinigungsgel, eine seifenfreie Waschlotion mit einem pH-Wert von etwa 5,5 oder am besten ein Reinigungsöl.
  • Auf Seife solltest Du besser verzichten – sie kann den empfindlichen Säureschutzmantel der Haut angreifen und auf diese Weise sogar begünstigen, dass Bakterien und Mitesser entstehen.
  • Nach dem Reinigen kannst Du die Reste des Produkts mit einem Gesichtswasser entfernen. Achte auch hier auf ein mildes Produkt, das die Haut nicht zu sehr austrocknet – andernfalls produziert sie noch mehr Talg, sodass Mitesser sehr leicht entstehen können.
  • Sofern keine Entzündung vorliegt, kannst Du wöchentlich ein sanftes Peeling anwenden, damit der Talg besser abfließen kann.
  • Bei fettiger Haut solltest Du entsprechende fetthaltige Produkte meiden und auf fettfreie Varianten zurückgreifen.
Wenn Du unter Akne leidest, sollten Du in jedem Fall vorab mit einem Arzt besprechen, welche Hautpflege für Dich und Deine Haut am besten geeignet ist.

Es gibt nämlich Stoffe, die das Entstehen von Mitessern begünstigen. Diese Substanzen bezeichnet man als komedogene Stoffe. Personen, die zu Mitessern neigen, sollten darauf achten, dass sie keine Kosmetika mit komedogenen Stoffen verwenden. Zu solchen komedogenen Stoffen zählen beispielsweise:

  • Butylstearat
  • Schwefel
  • Kakaobutter
  • Cetylalkohol
  • Stearinsäure
  • Natriumlaurylsulfat
  • Wollfett (Lanolin)
  • Poly­­e­thy­lenglykol
  • pflanzliche Öle wie Olivenöl, Kokosöl, Sesamöl, Erdnussöl

Wenn Du also zu Akne, unreiner oder fettiger Haut neigst, dann solltest Du Kosmetikprodukte mit diesen Inhaltsstoffen meiden.

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